DREIECKS-BETRUG

ONLINE-BETRUG – DREIECKS-BETRUG


Der Dreiecksbetrug ist eine besonders raffinierte Betrugsmasche: Dabei wirst du beispielsweise auf einem Online-Marktplatz auf einen Artikel aufmerksam. Du nimmst Kontakt mit dem vermeintlichen Anbieter auf. Dieser sichert dir zu, den Artikel an dich zu verkaufen. Dazu teilt er mit dir Zahlungsinformationen. Du zahlst wie verlangt. Doch anschließend hörst du nichts mehr von dem angeblichen Verkäufer. Du erhältst auch keine Ware.


Was ist passiert? Der vermeintliche Verkäufer (Betrüger) steht während der Verhandlungen mit dir zeitgleich mit einem Dritten in Verbindung. Der Dritte bietet tatsächlich Ware zum Verkauf an. Für diese lässt dich der Betrüger bezahlen. Der Betrüger erhält daraufhin von dem nichtsahnenden Verkäufer die Ware, während du leer ausgehst. Denn du stehst am Ende dieser Masche ohne Geld und ohne Ware da.


Diese Masche gibt es auch im Zusammenhang mit Onlineshops, die als Bezahlmethode Kauf per Rechnung anbieten. In diesen Fällen bezahlst du Geld an den Betrüger, der daraufhin in einem Onlineshop Ware bestellt und an dich senden lässt. Bezahlt hat er dafür nicht – er wählt Rechnungskauf und nutzt dafür deine Daten. Perfide: Du erhältst die gewünschte Ware und ahnst nichts Böses. Doch in der Regel verlangt der Onlineshop von dir die Bezahlung der gelieferten Ware.


So erkennst du den Betrug



So schützt du dich



Praxisbeispiel


Du schaust auf einem Kleinanzeigenportal nach einer Spielekonsole. Schnell wirst du auf ein Angebot aufmerksam. Du nimmst Kontakt mit dem Verkäufer auf. Der wirkt nett. Er räumt dir sogar einen kleinen Nachlass ein. Schnell schlägt er vor: „Zahle einfach per PayPal, dann schicke ich es gleich morgen los. Aber bitte Freunde & Familie wählen, das ist günstiger und genauso sicher.“ Du freust dich über das vermeintliche Schnäppchen. Die Zahlung ist schnell erledigt. Der Betrüger bestellt daraufhin die Konsole bei einem großen Online-Shop. Als Zahlungsart wählt er „Kauf auf Rechnung“. Als Lieferadresse gibt er deine Anschrift an. Zwei Tage später klingelt der Postbote. Endlich – die Konsole. Sogar originalverpackt. Wenige Wochen später liegt ein Brief im Briefkasten – eine Mahnung. Der Online-Händler mahnt die Bezahlung der Konsole an, die er dir geliefert hat. Das gesendete Geld? Das ist unwiederbringlich verloren. Denn deine Zahlung ist nicht über den Käuferschutz abgesichert.


Wie hilft die SHS-Regel?








STOPPEN


Auch bei bekannten Stimmen innehalten, wenn Geldforderungen plötzlich und dringend sind.









HINTERFRAGEN


Rückruf über die offiziell bekannte Nummer. Auf Hintergrundgeräusche oder ungewöhnliche Betonung achten.








SCHÜTZEN


Interne Sicherheitscodes oder Rückrufregeln einführen. Mitarbeitende sensibilisieren.


Quelle: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/sicher-handeln/onlinebetrug-maschen/dreiecksbetrug/

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