Betrugsarten
SCAMMING
SCAMMING: VORSICHT BEI VIRTUELLEN BEKANNTSCHAFTEN
Versprochen wird die große Liebe, das schnelle Geld oder der Traumjob -
Oft führt der Weg zum ersehnten Glück nämlich über Vorauszahlungen an Betrüger (Scammer). Die unter dem Namen Nigeria Connection bekannt gewordene Betrugsmasche beschränkt sich mittlerweile nicht mehr nur auf Massenmails mit absurden Gewinnversprechen, sondern tritt in vielfältiger Form in Erscheinung.
Love-
Besonders perfide und für die Opfer mit hohem emotionalem Stress verbunden ist das Love-
Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das so genannte Love-
Scamm-
Scamm-
Wie gehen die Scammer vor?
Sowohl Scam-
Wenn die Scammer nicht schon dort sind, dann müssen sie dringend geschäftlich oder aus familiären Gründen nach Westafrika. Dabei versprechen die Betrüger, dass sie ihre neue Liebe danach besuchen werden. Doch bevor oder kurz nachdem das Ticket nach Deutschland gebucht wird, gibt es Schwierigkeiten: Überfälle, gestohlene oder konfiszierte Pässe, ein Krankenhausaufenthalt nach einem Autounfall oder Probleme mit Kreditkarten. Die Opfer werden gebeten, per Bargeldtransfer (z.B. Western Union oder MoneyGram) Geld zu senden.
Die Liebe wird in solchen Bettelmails immer stark hervorgehoben. Manchmal werden Opfer von einem „Arzt“, einem „Polizisten“ oder „Angehörigen“ kontaktiert, der noch mehr Druck auf das Opfer ausüben soll. Das geht oft so weit, dass die Scammer ihren Selbstmord ankündigen – nur um an das Geld zu kommen.
Zurzeit haben es die Betrüger vor allem auf ausländische Ausweispapiere abgesehen. Oft bitten sie ihre Opfer, ihnen Kopien von Pass und Reisepass zu schicken – mit der Erklärung, ein gemeinsames Konto eröffnen zu wollen. So können leicht Ausweise gefälscht werden. Sehr begehrt sind auch Einladungen nach Deutschland als Unterstützung für einen Visumsantrag.
In anderen Fällen werden Opfer gebeten, afrikanische Schecks und Zahlungsaufträge auf das eigene Bankkonto einzureichen (weil das in Westafrika nicht möglich sei). Den größten Teil des Schecks sollen die Opfer per Bargeldtransfer über MoneyGram oder Western Union wieder nach Westafrika überweisen, einen kleinen Rest dürfen sie für sich behalten. Problem: Die Schecks sind Rückschecks, für deren Rückzahlung an die Bank die Kontoinhaber verantwortlich sind. Im schlimmsten Fall droht dem Opfer gar eine Strafanzeige wegen Betruges.
Auch kleine Päckchen, die eine dritte Person vorbeibringt, sollen dem Scammer nach Afrika gesandt werden. Der Inhalt ist zumeist mit einer gestohlenen Kreditkarte bezahlt. Das Weiterleiten oder Aufbewahren der Päckchen ist illegal und kann Opfer in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.
Oft täuschen Scammer vor, dass sie das Flugticket für das Treffen in Deutschland nicht bezahlen können. Auch werden Kosten für das Visum oder die Visumserteilung fällig – nicht zu vergessen die so genannte PTA oder BTA, eine Art Gebühr an die Regierung, ohne die man das Land gar nicht verlassen könne, und die bar vor Abflug entrichtet werden muss. Diese Gebühr gibt es offiziell gar nicht.
Love-
So überprüfen Sie die Identität Ihrer Online-
Geben Sie den Namen Ihres / Ihrer Internetbekanntschaft mit dem Zusatz "Scammer" beispielsweise bei Google ein. Die Suchmaschine kann in vielen Fällen einen Verdacht bestätigen. Falls Sie ein Bild mitgeschickt bekommen haben, können Sie mithilfe der umgekehrten Bildersuche zusätzliche Informationen zu dem Bild erhalten.
Es ist außerdem sinnvoll, dass Sie für Online-
Formen des Scammings
Sonderfall: Betrug mit falscher Identität (Soldat)
Die Täter geben sich als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, welche aufgrund dessen derzeit nicht an ihr privates Geld gelangen. Dann bitten Sie um Unterstützung via Western Union oder MoneyGram und versprechen das Geld zurück zu zahlen. Es erfolgen bei der Kontaktaufnahme/Beziehungsbildung mitunter auch Telefonate über Handys oder Skype ohne Bild in englischer Sprache, so dass eine noch persönlichere Bindung entstehen kann. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaidhandys, bei denen die Inhaber nicht nachvollziehbar sind.
Betrug mit falschen Geldversprechen
Zu einem der ältesten Tricks der Nigeria Connection gehören E-
Betrug mit Wohnungsangeboten
Eine tolle Wohnung zu einem Schnäppchenpreis – ein Angebot, das zu gut ist, um wahr zu sein. Gerade bei Immobilienbörsen im Internet können Wohnungssuchende auf Betrüger hereinfallen. Die Masche läuft fast immer gleich ab: Die Scammer (engl. für Betrüger) geben sich als Engländer oder Amerikaner aus, die die zu vermietende Wohnung geerbt hätten. Oder sie erzählen, sie hätten mal in Deutschland gearbeitet und wollten die alte Bleibe nach einem beruflich bedingten Wechsel ins Ausland vermieten. Nach einer Vorauszahlung der ersten Miete und der Kaution per Überweisung auf ein in-
Betrug mit dem Traumjob
Auch unter den Stellenanzeigen in Tageszeitungen suchen Betrüger nach möglichen Opfern. Es ist der Traumjob bei hervorragender Bezahlung, der viele zum Telefonhörer greifen lässt – eine Telefonnummer ist meistens die einzige angegebene Kontaktmöglichkeit. Nach dem ersten Anruf sollen die Opfer Bewerbung und Lebenslauf faxen. Und nach einem telefonischen Vorstellungsgespräch hat man den vermeintlichen Job schon in der Tasche. Es müssen nur noch einige hundert Euro für Uniform oder Arbeitsschuhe an den neuen Arbeitgeber überwiesen werden. Kaum ist das Geld transferiert, löst sich der Arbeitgeber in Luft auf.
Betrug mit gefälschten Schecks
In Anzeigen in Zeitungen und im Internet suchen die Betrüger Menschen, denen sie ihre gefälschten Schecks auf scheinbar legalem Wege andrehen können: Sie tätigen damit beispielsweise einen Kauf bei Privatpersonen. Meistens sind die Schecks auf einen höheren Betrag ausgestellt, als zum Beispiel das privat angebotene Auto tatsächlich gekostet hat. Es wird vereinbart, dass das Opfer den Differenzbetrag gleichzeitig vom eigenen Konto per Bargeldtransfer an den Betrüger überweist. Problem ist, dass selbst Bankangestellte einen gefälschten Scheck nur selten erkennen. Das Opfer hat in zweifacher Hinsicht das Nachsehen. Dass der Scheck gefälscht war, stellt sich erst in einigen Tagen heraus – dann ist das überwiesene Geld bereits in undurchsichtigen Kanälen verschwunden. Außerdem kann die Bank wegen Betrugs strafrechtliche Schritte gegen das Opfer einleiten.
Auch beim Autokauf versuchen es Betrüger immer wieder mit Scheckbetrug. Wichtige Hinweise, wie Sie im Internet richtig beim Autokauf vorgehen, finden Sie bei der Initiative “Sicherer Autokauf im Internet”.
Was tun, wenn ich gescammt wurde?
Ignorieren: Gehen Sie nicht auf Forderungen des Scammers ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld. Lösen Sie auch keine Schecks ein oder leiten Briefe und Päckchen weiter – bewahren Sie solche auch nicht auf. Machen Sie geleistete Zahlungen, wenn noch möglich, sofort rückgängig.
Sichern: Speichern Sie alle Mails und Chat-
Wenn Sie dennoch unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre nächstgelegene Polizeidienststelle. Dort erfahren Sie, was Sie konkret tun müssen, um alle Beweise sichern zu können.
Hilfe holen: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgung solcher Täter ist zwar schwierig, weil sie aus dem Ausland agieren. Dennoch sollten Sie den Vorfall auf jeden Fall melden. Das ist besonders wichtig, wenn beispielsweise Banken strafrechtliche Schritte gegen Opfer unternehmen wollen, die unwissentlich gefälschte Schecks eingereicht haben. Die Polizei hilft Ihnen nicht nur dabei, Beweise für den Betrug zu sichern, sondern auch dabei den Täter / die Täter konsequent zu blockieren.
Blockieren: Brechen Sie jeglichen Kontakt ab. Antworten Sie nicht auf Mails oder Anrufe des Scammers. Am besten ist es, sich eine neue Mailadresse und Telefonnummer zuzulegen. Gefahr besteht auch für Freunde im sozialen Netzwerk und für alle Kontakte im eigenen Mailadressbuch. Denn die Täter schicken mit ihren Mails meistens auch einen Computervirus mit. Dieser scannt die Daten im Mailadressbuch und erlaubt auch sonst eine Kontrolle über den Rechner der Opfer.
Folgen für Opfer und Strafverfolgung der Täter
Wenn Sie aus reiner Gefälligkeit oder Hilfsbereitschaft einen Scheck einlösen, der sich später als gefälscht herausstellt und deshalb von der Bank rückbelastet wird, bleibt der finanziellen Schaden bei Ihnen. Danach wurden Sie Opfer eines Betrugs gem. § 263 StGB. Allerdings geraten gerade in diesen Fällen auch die Opfer sehr schnell in den Verdacht, mit den Tätern gemeinsame Sache zu machen. Dies kann unter Umständen eine Strafanzeige durch die Bank zur Folge haben.
Wenn Sie einem Scammer bereits Kopien von Ausweisdokumenten übersandt haben und konkrete Anhaltspunkte dafür haben, dass Ihre Daten für gefälschte Ausweise missbraucht werden, sollten Sie Strafanzeige bei der Polizei erstatten.
Problematisch ist, dass die Kontaktaufnahmen der Scammer so genannte straffreie Vorbereitungshandlungen darstellen – eine absurde Mail allein ist also nicht illegal. Wenn Sie aber einen finanziellen Schaden erlitten haben, dann sollten Sie in jedem Fall bei der Polizei Strafanzeige wegen Betruges erstatten.
Niemals Geld an Unbekannte überweisen
Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten, ob bei der Wohnungs-
Quelle: https://www.polizei-
Meine persönliche Erfahrung mit Scamming
In einem Chat, in dem ich mich öfters aufhielt und dort auch einige Freunde habe, erhielt ich eines Tages von einer sehr hübschen Frau eine private Nachricht, in der sie mir mitteilte, dass sie mich näher kennenlernen wollte.
Wir chatteten teilweise mehrmals am Tag. Nach kurzer Zeit, wünschte Sie von der Chatplattform nach WhatsApp zu wechseln.
Sie stellte sich mir als eine Ärztin vor, die in Toronto (Kanada) in einer Klinik tätig sei. Die Fotos von ihr zeigten auch jedesmal eine bildhübsche Frau in Arbeitskleidung (Kasak und mit Stethoskop). Irgendwann teilte sie mir mit, dass sie eine neue Mobilfunkrufnummer hätte. Die Mobilfunkrufnummern wechselten insgesamt drei Mal binnen weniger Monate. Da wurde ich bereits schon stutzig, wieso, weshalb warum.
Ich forderte von Ihr ein Foto (Selfie), auf dem Sie ein Blatt Papier hält, was enthält, dass sie mich liebt, meinen Namen und das aktuelle Datum explizit darin erwähnt.
Jedoch kam nie solch ein Foto, da schrillten bereits sämtliche Alarmglocken bei mir, ich machte aber weiterhin gute Mine zum schlechten Spiel, wohlwissend, dass der nächste Akt garantiert mit einer Geldforderung verbunden sei. Wenn diese käme wäre ich mir zu 100% sicher, dass es auf einen Betrug hinausläuft.
Als sie mir mitteilte, dass sie mit ihrer Tochter zu mir nach Deutschland ziehen möchte und ich solle doch nach einem Haus für uns schauen, während sie in der Zwischenzeit ihr Haus in Toronto verkaufen würde, was ca. 4 Millionen Euro an Wert hätte und ich solle den Flug für sie und ihre Tochter buchen, wusste ich, ich solle einem Betrüger aufsitzen.
So ermittelte ich die IP-
Damit konfrontierte ich den/die Betrüger und blockierte diese/n.
Geld habe ich niemals überwiesen oder irgendetwas bezahlt, wie die Flugtickets.
Solche Betrüger kann man schnell entlarven, denn meist haben sie von einer Website Fotos geklaut. Diese sind aber nur beschränkt vorhanden.
Fordern Sie deshalb immer ein Foto wo diese Person ein Blatt Papier mit einer persönlichen Nachricht, ihren (Vor)Namen und Datum enthält.
Da die Person, die sie bisher auf den Fotos gesehen hatten, nicht die Person ist, mit der sie schreiben, kann diese Person schlecht solch ein Foto (Selfie) in Kürze generieren.
Das sollte Sie dann stutzig machen und Sie sollten sich bewusst sein, dass es ein oder mehrere Betrüger sind, mit denen Sie Konversation betreiben. Liebe ist von der anderen Seite nicht im Spiel, man will Sie ausschließlich nur um Ihr Geld erleichtern.
Lassen Sie sich also nicht Blenden und von schönen Worten um den Finger wickeln.
Seien Sie immer misstrauisch in Fällen wie den oben genannten.