ROUTER & WLAN

Router und WLAN sicher einrichten


Der Router ist das Herzstück der digitalen Vernetzung zu Hause. Er bildet den Knotenpunkt für die Kommunikation aller netzwerkfähigen Geräte wie zum Beispiel Computer, Smart TV oder intelligente Haustechnik – sowohl mit dem Internet als auch untereinander. Als zentrale Schnittstelle zwischen dem Internet und dem Heimnetzwerk ist es enorm wichtig, den Router gegen unberechtigte Zugriffe und Angriffsversuche von außen zu schützen.


Internetzugang zuhause – die digitale Tür absichern


Das heimische Netzwerk funktioniert entweder mit Netzwerkkabel via LAN (Local Area Network) oder WLAN (Wireless Local Area Network), also kabellos. LAN wird häufiger in Firmennetzwerken verwendet, da LAN-Verbindungen für sehr große Datenströme über längere Strecken ausgelegt und dadurch stabiler sind. Außerdem ist die Infrastruktur oft schon vorhanden. Bei der Verwendung von WLAN ist die Versorgung der Arbeitsplätze vor allem bei Gebäuden mit großen Flächen oder mehreren Etagen problematisch. Leistungsstarke WLAN-Router und signal-verstärkende WLAN-Repeater wirken den Nachteilen entgegen und gestalten es im Vergleich zum Netzwerkkabel wesentlich flexibler und zunehmend attraktiver. Ein flächendeckend verfügbares 5G-Netz könnte in Zukunft die Internetversorgung vollständig sicherstellen.


Das heutige "Standard-Heimnetzwerk" ist ein WLAN. Denn der Einsatz eines Netzwerkkabels ist für die meisten internetfähigen Geräte in der Wohnumgebung unpraktisch. Bei der Einrichtung eines WLAN-Netzwerks ist auf die sichere Konfiguration des Routers zu achten. Außerdem ist es unabdingbar, dass jedes im Netzwerk befindliche Gerät sorgfältig abgesichert wird. Wir geben Tipps für Ihr Smart Home und zeigen auf, was Sie eventuell vor einem Kauf von Geräten aus der Welt des Internets der Dinge beachten sollten.


Warum der Schutz des Routers so wichtig ist


Im ungesicherten Zustand sind Router ein Einfallstor für Cyber-Angriffe. Wenn es Angreifenden gelingt, von außen in den Router einzudringen, können sie das Gerät selbst, aber auch alle angeschlossenen Geräte kompromittieren und den Nutzenden persönlichen oder finanziellen Schaden zufügen. Folgende Szenarien sind denkbar, wenn der Router nicht ausreichend gesichert ist:


Datendiebstahl:
Angreifende können private Daten, Passwörter oder E-Mails ausspähen. Dabei können sie auch Zugangsdaten fürs Onlineshopping oder Kreditkartendaten stehlen.


Missbrauch der Telefonleitung:
Angreifende können aus dem Netzwerk heraus kostenpflichtige Rufnummern wählen oder teure Auslandsgespräche auf Kosten des Anschlussinhabenden führen.


Ausspionieren der Webaktivitäten:
Weil der Router den gesamten Internetverkehr im Netzwerk abwickelt und dokumentiert, können Angreifende nicht nur Daten, sondern auch Infos über besuchte Webseiten und genutzte Dienste ausspionieren – und das von allen Geräten im Netzwerk.


Missbrauch des Internetzugangs:

Hackerinnen und Hacker können fremde Netzwerke für das Abrufen oder Teilen illegaler Inhalte oder für Angriffe auf andere Internetnutzer missbrauchen. Dafür wird der Router in ein Botnetz eingebunden und zum Beispiel für Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe oder zum Versenden von Spam genutzt.


Installation von Schadsoftware:

Router-Hacking ist oft der erste Schritt für weitergehende Angriffe. Nach dem Hacken des Routers können Angreifende Schadsoftware installieren und damit weitere Cyber-Angriffe vorbereiten.


Angriff anderer vernetzter Geräte im Netzwerk:

Ein gehackter Router kann der Ausgangspunkt weiterer Angriffe auf Geräte im Netzwerk sein. Damit ist jedes mit dem Router verbundene Geräte gefährdet.


Austausch der Firmware:
Angreifende können die auf dem Router installierte Firmware austauschen oder mit Malware infizieren. Danach funktioniert der Router nicht mehr so, wie er soll, kann von außen gesteuert werden und ist offen für künftige Angriffe oder Spionage-Aktivitäten.


Sonderfall öffentliches WLAN/WIFI


Bei der Nutzung eines öffentlichen WLANs, z. B. in einem Café oder am Bahnhof, gilt es Bankgeschäfte oder das Teilen sensibler Daten zu vermeiden. Häufig werden diese Netze von einer großen Anzahl an Nutzern verwendet und übertragene Daten nicht ausreichend abgesichert. Außerdem könnten Ihnen auch Unbefugte leicht über die Schulter schauen, um Daten abzugreifen. Warten Sie daher lieber, bis Sie sich mit Ihrem Gerät wieder in einer vertrauenswürdigen Umgebung befinden.


Privatsphäre schützen mit VPN


Neben der verschlüsselten Datenübertragung ist der größte Vorteil eines VPNs (Virtual Private Network) ein höherer Schutz Ihrer Privatsphäre im Internet. Wie genau ein VPN funktioniert, wie Sie es einrichten sowie alle anderen Tipps und Hinweise zur sicheren WLAN- und Router-Einrichtung, erfahren Sie unter den folgenden Menüpunkten.


Quelle: https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Cyber-Sicherheitsempfehlungen/Router-WLAN-VPN/router-wlan-vpn_node.html

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